Projektdaten: Troianisches Pferd für
Ausstellung "Traum und Wirklichkeit"
Ort: Stuttgart, Braunschweig, Bonn
und Stendal (=aktueller Standort)

Aufgabenumfang: Holzbau + Stahlarbeiten (Herstellung inkl. Statik)
Auftragsvolumen: <= 200 TEUR (=Kategorie 1)
Fertigstellung: 03/2001
Projektleitung: Heinz Cordes
Arbeitsvorbereitung: Heiko Wulff
Haben Sie Fragen? Sprechen Sie gerne die benannten Bearbeiter an. Über die in den Namen enthaltenen Links/Verknüpfungen kommen Sie direkt zu den persönlichen Kontaktdaten.

Traum und Wirklichkeit
In seinen Bauch passen 30 Menschen
Nachbau des Troianischen Pferdes ist fünf Stockwerke hoch

Der weltweit größte Nachbau des Troianischen Pferdes - initiiert und beauftragt durch die Stadt Braunschweig - ist erfolgreich verlaufen: Mit einem Kran hievten Mitarbeiter der Braunschweiger Firma Holzbau Schaper GmbH, in der Feuerwache Süd Braunschweig den Rücken samt Flanken und Kopf auf gut acht Meter Höhe und verschraubten ihn mit hochfesten Stahlschrauben (Durchmesser: 20 Millimeter). Als letztes Detail wurde der rund fünf Meter lange Schweif angefügt.

Das Pferd besteht aus rund 20 vorgefertigten Teilen, die in fünf Tagen montiert wurden. Die Fertigung und Arbeitsvorbereitung wurde durch Ing.-Holzbau Cordes vorgenommen. Einen MONTAGEPLAN unseres technischen Leiters Heiko Wulff können Sie über den nachfolgenden Verweis ansehen .

Schauen Sie gerne einmal in Bilder der Fertigung/Herstellung .

Die gesamte Bauzeit betrug rund einen Monat. Das stählerne Gerippe des riesigen Tieres wurde mit rund 500 Quadratmetern Lärchenholz in einer Stärke von 22 Millimetern verkleidet, hinzu kommen weitere 26 Quadratmeter als Podestbelag und Fußboden im Bauch mit einer Stärke von 36 Millimetern. Bei einer Höhe von 15,5 Metern und einer Länge von 13 Metern bringt es schätzungsweise 45 Tonnen auf die Waage und qualifiziert sich damit nach Ansicht der Stadt Braunschweig für das Guinness Buch der Rekorde. Der Antrag zur Aufnahme in das Kompendium wurde erfolgreich abgeschlossen.

Das riesige Tier hat auf die Ausstellung "Troia - Traum und Wirklichkeit" aufmerksam gemacht, die vom 14. Juli bis 14. Oktober 2001 in Braunschweig zu sehen war und von einem großen Kulturfestival begleitet wurde. Auftraggeberin und Eigentümerin des Pferdes war die Stadt Braunschweig. Die Kosten betrugen rund 270.000 EUR. Zahlreiche Sponsoren, darunter der Hauptförderer, die Niedersächsische Lottostiftung, sowie die Landesbank Baden-Württemberg und die Veranstalter der Ausstellung, haben das ungewöhnliche Projekt unterstützt.

Sein Bauch faßt wie sein sagenhaftes Vorbild rund 30 Menschen. Auf- und Abgang werden durch zwei Wendeltreppen in den Vorderbeinen (Durchmesser: 1,60 Meter) mit je 36 Stufen gewährleistet. Nach erfolgreicher Probemontage wurde das Tier wieder auseinandergenommen, auf acht Lastwagen gepackt und nach Stuttgart transportiert. Dort, vor dem Forum der Landesbank Baden-Württemberg, stand es vom 15. März bis 17. Juni für die erste Station der Ausstellung. Danach kehrte es vom 14. Juli bis 14. Oktober wieder zurück nach Braunschweig und wurde vor der Burg Dankwarderode aufgestellt, wo die Ausstellung auf ihrer zweiten Station um ein großes Troia-Kulturfestival ergänzt wurde. Danach waren Pferd und Ausstellung vom 13. November bis 17. Februar 2002 in Bonn zu sehen.

Homers Sage nach hatte das griechische Heer im zehnjährigen Kampf um Troia ein großes hölzernes Pferd als friedvolles Weihegeschenk für die Göttin Pallas Athene am Strand zurückgelassen. In seinem Inneren lauerte jedoch Verderben für die Menschen der kleinasiatischen Hafenstadt: Nachdem die Troianer das riesige Tier hinter ihre Stadtmauern gezogen hatten, kletterten im Schutz der Nacht aus seinem Leib 30 griechische Soldaten. Sie öffneten die Stadttore von innen und gaben ihrer Flotte das Signal zur Rückkehr und zur blutigen Erobe-rung des nun ungeschützten Troias. Die Idee zu dem schönen Geschenk mit mehr als einem Pferdefuß, seither Synonym für List und Tücke, stammt von dem schlauen Griechen Odysseus, König von Ithaka.

Über den folgenden Link können Sie weitere Informationen zur damaligen Ausstellung erhalten: http://www.troia.de/. Seinen endgültigen Standort hat das Pferd heute auf dem Gelände der Winckelmann-Gesellschaft in Stendal gefunden, wo es als Veranstaltungsort genutzt wird.

Standorte der Ausstellung
Stuttgart: Forum der Landesbank Baden - Württemberg, 17.März bis 17.Juni 2001
Braunschweig: Braunschweigisches Landesmuseum und Herzog Anton Ulrich-Museum / Burg Dankwarderode, 14.Juli bis 14.Oktober 2001
Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, 16.November 2001 bis 17.Februar 2002

Troia - Traum und Wirklichkeit
Entwurf: Martin Müller
Michael Zeyfang, Berlin
Statik: Büro Gerd-Walter Miske, Berlin
Bauausführung: Holzbau Schaper GmbH, Braunschweig
Ing.-Holzbau Cordes, Rotenburg
Metallbau Klauenberg, Braunschweig
Transport: Spedition Wandt, Braunschweig
Eigentümerin Stadt Braunschweig

Technische Daten
Höhe: 15,50m
Länge: 13,00m
Breite: 9,50m
Podest: 7,00x9,00m
Gewicht ca. 45to

Hauptförderer
Niedersächsische Lottostiftung
Landesbank Baden-Württemberg
Veranstalter der Ausstellung (siehe unten)

Weitere Sponsoren sind:
Spedition Wandt, Braunschweig
Wullbrandt + Seele, Braunschweig
Bredemeier/Possehl-Stahl AG, Braunschweig
Eisenvater KG, Braunschweig
Atelier Lohrer, Stuttgart
Stadt Braunschweig, Baurechtsamt

Veranstalter der Ausstellung sind:
Land Baden-Württemberg
Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Stuttgart
Troia-Projekt der Eberhard-Karls-Universität Tübingen des Landes Baden-Württemberg
Land Niedersachsen
Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig
Herzog Anton Ulrich-Museum, Kunstmuseum des Landes Niedersachsen, Braunschweig
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn

Herstellung/Fertigung Troianisches Pferd
Montageplan

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