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Traum und Wirklichkeit
Der weltweit größte Nachbau des Troianischen Pferdes - initiiert und beauftragt durch die Stadt Braunschweig - ist erfolgreich verlaufen: Mit einem Kran hievten Mitarbeiter der Braunschweiger Firma
Holzbau Schaper GmbH,
in der Feuerwache Süd Braunschweig den Rücken samt Flanken und Kopf auf gut acht Meter Höhe und verschraubten ihn mit hochfesten Stahlschrauben (Durchmesser: 20 Millimeter). Als letztes Detail wurde der rund fünf Meter lange Schweif angefügt.
Das Pferd besteht aus rund 20 vorgefertigten Teilen, die in fünf Tagen montiert wurden. Die Fertigung und Arbeitsvorbereitung
wurde durch Ing.-Holzbau Cordes vorgenommen. Einen
MONTAGEPLAN
unseres technischen Leiters
Heiko Wulff
können Sie über den
nachfolgenden Verweis ansehen
Schauen Sie gerne einmal in Bilder der
Fertigung/Herstellung
Die gesamte Bauzeit betrug rund einen Monat. Das stählerne Gerippe des riesigen Tieres wurde mit rund 500 Quadratmetern Lärchenholz in einer Stärke von 22 Millimetern verkleidet, hinzu kommen weitere 26 Quadratmeter als Podestbelag und Fußboden im Bauch mit einer Stärke von 36 Millimetern. Bei einer Höhe von 15,5 Metern und einer Länge von 13 Metern bringt es schätzungsweise 45 Tonnen auf die Waage und qualifiziert sich damit nach Ansicht der Stadt Braunschweig für das Guinness Buch der Rekorde. Der Antrag zur Aufnahme in das Kompendium wurde erfolgreich abgeschlossen.
Das riesige Tier hat auf die Ausstellung
"Troia - Traum und Wirklichkeit"
Sein Bauch faßt wie sein sagenhaftes Vorbild rund 30 Menschen. Auf- und Abgang werden durch zwei Wendeltreppen in den Vorderbeinen (Durchmesser: 1,60 Meter) mit je 36 Stufen gewährleistet. Nach erfolgreicher Probemontage wurde das Tier wieder auseinandergenommen, auf acht Lastwagen gepackt und nach Stuttgart transportiert.
Dort, vor dem Forum der Landesbank Baden-Württemberg, stand es vom 15. März bis 17. Juni für die erste Station der Ausstellung. Danach kehrte es vom 14. Juli bis 14. Oktober wieder zurück nach Braunschweig und wurde vor der Burg Dankwarderode aufgestellt, wo die Ausstellung auf ihrer zweiten Station um ein großes Troia-Kulturfestival ergänzt wurde. Danach waren Pferd und Ausstellung vom 13. November bis 17. Februar 2002 in Bonn zu sehen.
Homers Sage nach hatte das griechische Heer im zehnjährigen Kampf um Troia ein großes hölzernes Pferd als friedvolles Weihegeschenk für die Göttin Pallas Athene am Strand zurückgelassen. In seinem Inneren lauerte jedoch Verderben für die Menschen der kleinasiatischen Hafenstadt: Nachdem die Troianer das riesige Tier hinter ihre Stadtmauern gezogen hatten, kletterten im Schutz der Nacht aus seinem Leib 30 griechische Soldaten. Sie öffneten die Stadttore von innen und gaben ihrer Flotte das Signal zur Rückkehr und zur blutigen Erobe-rung des nun ungeschützten Troias. Die Idee zu dem schönen Geschenk mit mehr als einem Pferdefuß, seither Synonym für List und Tücke, stammt von dem schlauen Griechen Odysseus, König von Ithaka.
Über den folgenden Link können Sie weitere Informationen zur damaligen Ausstellung erhalten:
http://www.troia.de/. Seinen endgültigen Standort hat das Pferd heute
auf dem
Gelände der Winckelmann-Gesellschaft in Stendal gefunden, wo es als Veranstaltungsort genutzt wird.
Hauptförderer
Weitere Sponsoren sind:
Veranstalter der Ausstellung sind:
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