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Ministerpräsident Gabriel genehmigt Projekt aus dem Innovationsfonds

Ministerpräsident Sigmar Gabriel hat jetzt das erste Projekt genehmigt, das aus dem Innovationsfonds finanziert wird. In diesem Projekt werden unter Beteiligung von zwei Hochschulinstituten und einem Softwarehaus mehrere kleine Zimmerei- und Holzbaubetriebe elektronisch so miteinander vernetzt, dass sie wie ein Großunternehmen agieren können. Gemeinsam soll eine elektronische Fertigungsprozessauslegung für Holzgroßprojekte erarbeitet werden. Die Dauer des Projektes ist mit 27 Monaten veranschlagt. Die Gesamt- kosten des Projektes belaufen sich auf rund 9,7 Millionen Mark, der Zuschuss des Landes beträgt knapp 3,7 Millionen Mark.

Konsortionalführer ist die Firma Ing. Holzbau Cordes, Rotenburg (Wümme). Beteiligt sind Zimmerei- und Holzbaubetriebe in Stuhr-Fahrenhorst, Vechta, Borringhausen/ Damme, Lohne, Kirchlinteln, Dinklage und Hannover. Die Firma cadwork informatik Software, Hildesheim, wird ihre Erfahrungen bei der Entwicklung von 3D-CAD/CAM-Software einbringen. Als entwicklungstechnische Zulieferer beteiligen sich das Institut für Baukonstruktion und Holzbau der Universität Braunschweig und das IPH Institut für Integrierte Produktion, Hannover.

Der Baustoff Holz ertreut sich in den letzten Jahren zunehmend größerer Beliebtheit. Private und öffentliche Bauherren entdecken den Rohstoff Holz für ihr Bauwerk. Grund dafür ist nicht zuletzt die ökologische Überlegenheit gegenüber anderen Rohstoffen. Die Weiterentwicklung der Verarbeitungstechnik hat dem Holzbau eine immer größere Verwendungsbreite erschlossen- So werden auch größere Projekte mehr und mehr aus Holz erstellt. Allerdings bleiben Großprojekte bisher überwiegend den großbetrieblich-industriell organisierten Wettbewerbern außerhalb Niedersachsens vorbehalten.

Mit dem vorliegenden Projekt sollen die am Projekt beteiligten - später aber auch andere niedersächsische -Zimmerei- und Holzbaubetriebe ein Werkzeug erhalten, um gemeinsam mit bis zu zehn Betrieben Holzgroßprojekte zu äkquirieren und gemeinsam abzuwickeln.

Die Landesregierung hat mit dem Innovationsfonds ein Instrument geschaffen, um gezielt Projekte zu unterstützen, die einen besonderen Demonstrationswert zum Kooperationsverhalten zwischen Hochschulen und Unterhehmen, einen hohen Arbeitsmarkteffekt und eine hohe regional- und strukturpolitische Bedeutung haben. Mit dem Fonds will das Land sein Image als guter Innovationsstandort weiter stärken. Insgesamt stehen dem Fonds bis Ende des Jahres nahezu 50 Millionen DM zur Verfügung. Damit sollen vor allem Kooperationsprojekte zwischen Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen gefördert werden, bei denen es um die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen geht.

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