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Sektion: Stories
Am 4.2.98 wurde der Rotenburger Unternehmer, Heinrich Cordes, der in Rotenburg/Wümme einen
Ingenieurholzbau-Betrieb führt, von der Mitgliederversammlung des Bundes Deutscher Zimmermeister an die Spitze des
deutschen Zimmererhandwerks gewählt. Der Bund Deutscher Zimmermeister vertritt die Interessen von knapp 8.500
Zimmereibetrieben mit ca. 85.000 Beschäftigten. Cordes löst damit den bisherigen Vorsitzenden Günter Kuhs (69) ab.
der nach 10-jähriger Amtszeit nicht wieder kandidierte.
Cordes stammt aus einer alten Holzbaufamilie und übernahm nach dem Studium des Bauingenieurwesens an der
Ingenieurschule in Bremen bereits in jungen Jahren - Im Alter von 23 Jahren - nach dem frühen Tode seines Vaters
die volle Verantwortung für den elterlichen Betrieb, welchen er in dritter Generation führt. Cordes gehört zu der
Generation erfolgreicher Holzbauunternehmer, welcher die Firma Ingenieurholzbau Cordes in Rotenburg/Wümme zu einem
der führenden Holzbaubetriebe ausbaute.
Darüber hinaus engagiert sich Cordes bereits seit vielen Jahren für die Belange des Zimmerer-Handwerks. So ist er
seit 1990 Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Rotenburg und seit 1990 Kreishandwerksmeister. Seit 1990 ist
er Vorstandsmitglied im Bund Deutscher Zimmermeister und seit 1994 Vorsitzender des Verbandes Niedersächsischer
Zimmerer.
Cordes hat sich während seiner bisherigen Verbandstätigkeit insbesondere für die Belange des Holzhausbaus
eingesetzt. Daher ist es nicht verwunderlich. daß er bereits seit vorigem Jahr Sprecher des wieder aktivierten
Fachbereichs Hausbau des BDZ sowie Vorsitzender der Qualitätsgemeinschaft Holzbau und Ausbau e.V. ist.
Nach seiner Wahl erklärte Cordes, daß es ihm vor allem darum gehe, neben der rein fachlicher, Vertretung der
Interessen der Zimmerer die wirtschaftspolitischen Anliegen der mittelständischen Zimmereibetriebe nach außen klar
zu machen. "Wir brauchen positive investive Rahmenbedingungen. Dies spüren gerade wir mittelständische Unternehmer
am deutlichsten. Als Leistungsträger unserer Gesellschaft brauchen wir ein handwerks- und mittelstandsfreundliches
Umfeld auf vielen Gebieten. Wir drohen an der komplizierten Gesetzgebung und der damit verbundenen
Uberbürokratisierung zu ersticken." - so Cordes.
Der bisherige Vorsitzende des Bundes Deutscher Zimmermeister, Günter Kuhs aus Freiburg wurde wegen seiner
Verdienste für das deutscher Zimmererhandwerk zum Ehrenvorsitzenden des Verbandes ernannt. Kuhs, Präsident des
Badischen Zimmerer- und Holzbauverbandes war 1988 zum Vorsitzenden gewählt worden und hatte sein Amt ein Jahrzehnt
ausgeübt und zahlreiche Impulse für die Verbandsarbeit gegeben. Er war stets ein guter Botschafter und Vertreter
der Interessen des deutschen Zimmererhandwerks. Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Heranbildung des
Berufsnachwuchses sowohl auf Gesellenals auch auf Meisterebene. An der Novellierung der
Stufenausbildungsverordnung der Bauwirtschaft war Kuhs maßgeblich beteiligt. Die Entwicklung des Holzhausbaues in
Deutschland hätte nicht den Stellenwert erreicht ohne die positiv Beeinflussung von Günter Kuhs, so unter anderem
durch die Herausgabe des Konstruktionskataloges Holzrahmenbau mehrgeschossig.
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